Zentrale Themen in Andrea Bönings Arbeit sind Wahrnehmungsstrukturen an den Grenzen zwischen Realität und Künstlichkeit.
Beispielhaft im Focus der Arbeit stehen die Welt des Tourismus und die Freizeitkultur. Die touristische Wahrnehmung im historischen Kontext des Reisens, von den kolonialistischen Wurzeln über das postmoderne Reisen bis zur gegenwärtigen und zukünftigen globalisierten und virtuellen Mobilität des Tourismus, werden thematisiert.
Die von der Tourismusökonomie transferierten Bilder und die subjektive Wahrnehmung der Reisenden beeinflussen sich gegenseitig und agieren mit stereotypischen Metaphern, in denen Elemente zwischen Künstlichkeit und Realität eine wichtige Rolle spielen. Anhand einer Neuordnung dieser Metaphern und Codes verschiebt Andrea Böning deren Deutung und macht sie dadurch sichtbarer.
In Serien von fotografischen Collagen sowie ortsspezifischen Interventionen, die dem Publikum im öffentlichen Raum, im touristischen Raum in Stadt und Landschaft begegnen, spürt Andrea Böning das komplex verwobene System der Touristischen Wahrnehmung auf. |